Historie

Zweiundzwanzig junge Männer waren die Initiatoren die am 06.05.1923 den SV Wienau ins Leben riefen. Der 1.Vorsitzende Hermann Heuser wurde beauftragt, mit der Gemeindeverwaltung über ein geeignetes Gelände zur Herrichtung einer Sportstätte zu verhandeln. Somit wurde auf der Wienauer Heide, auf der sich heute der Flugplatz des Luftsportvereins Neuwied befindet, ein Sportplatz angelegt. Die Zeit war arm, sehr arm! Ein Vereinsvermögen bestand noch nicht. Die einheitliche Sportbekleidung, ohne die es schließlich nicht ging, besorgte Paul Schweitzer in Neuwied und wurde vom Taschengeld der Spieler bezahlt. Man Spielte in den Farben Rot-Weiß bis durch einen Vereinsbeschluss neue Trikots in den Farben Blau-Weiß angeschafft wurden. Blau-Weiß sind bis zum heutigen Tage unsere Vereinsfarben geblieben.

Vereinsgründer 1923:
Alfred Flemmer / Hermann Heuser / Ewald Vohl / Paul Schweitzer / Ernst Stein
Mitbegründer und Vereinsmitglieder:
Hermann Zickenheiner, Edmund Vohl, Erich Kuhl, Otto Biehl, Willi Schwitzer, Ewald Jungbluth, Willi Schmidt, Erwin Maier, Otto Roß, Ludwig Fries, Willi Groth, Otto Traut, Emil Vohl, Arthur Zickenheiner, Emil Zickenheiner, Erich Jungbluth


In den Ortschaften Daufenbach, Linkenbach, Dernbach, Raubach, Urbach, Niederhofen und Elgert waren ebenfalls Fußball-vereine entstanden. Diese Vereine hatten sich zu einem "Zweckverband-Westerwald" zusammengeschlossen, dem sich dann der Sportverein Wienau anschloss. Es wurden nicht nur Fußballspiele ausgetragen,sondern auch andere Sportarten wie Runen und Laufwettbewerbe. Hierbei müssen besonders die Erfolge von Ewald Vohl über die Sprintstrecke von 100m und 400m erwähnt werden. Ein erster Höhepunkt des jungen Vereins, an seinem Gründungstag, war das Sportfest in Urbach, bei dem Ewald Vohl über 400 m den 2.Platz errang.

Wenn man bedenkt, dass die Sportstätten zur damaligen Zeit nur zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit der Bahn zu erreichen waren, so gehörte doch sehr viel Idealismus und manche Entbehrung dazu. Mühsam aber voller Begeisterung baute man in den Jahren 1926-1927 neben dem schon bestehenden Freibad eine neue Sportanlage. Um die dafür nötigen Außenmaße zu erreichen, versetzte man gemeinsam in einer einzigen Nacht die Einzäunung des Freibades um einige Meter zurück. So entstand eine neue Sportstätte, die 1968-1969 unter Vorsitz von Alfred Groß noch einmal vergrößert wurde, auf dem die Mannschaft des SV Wienau bis zum heutigen Tage ihre Spiele ausgetragen hat. Im Jahre 1929 wurde der Beschluss gefasst, dass Sportfest an Christi Himmelfahrt durchzuführen, seither ist das Sportfest in Wienau als (Wienauer Himmelfahrt) und über die Grenzen des Dorfes hinaus zu einem Begriff geworden, was auch viele Vatertagsgänger durch ihren Besuch bezeugen. So erzählten die (jetzt) „Alten“: Man beschloss, an einem schönen Sommertag einen Ausflug zu machen. Mit einem Pferdegespann und buntgeschmücktem Leiterwagen ging der Trip durch den schönen Oberwesterwald in das schöne Städtchen Hachenburg. Dort vergnügte man sich so Lange bei Tanz und Wein, bis man die Vereinskasse verjubelt hatte. Ferner erinnert man Sich an ein Sportfest in Wittgert, bei dem der SV Wienau gegen den SV Raubach im Endspiel stand. Als Preise waren ausgesetzt, ein Pokal und 11 Biergläser. Unsere Spieler entschieden sich für die Biergläser, bei dem der Torwart etwas nachhalf und das Spiel 2 : 1 für Raubach entschied. 6 Jahre Krieg ! Traurige Bilanz nach dem katastrophalen Zusammenbruch.

Doch der Fußballverein Wienau „überlebte“. So fanden sich Anfang der fünfziger Jahre wieder einige junge Männer und gründeten eine Fußballmannschaft. Es war ein Wiederbeginn nach langer, harter Zeit. Die Wienauer 1. Mannschaft fand sich schnell wieder zusammen mit alter Leidenschaft und Können. Der normale Spielbetrieb lief wieder. Obwohl die Mannschaft während der Meisterschaftsspiele seit 1958 keine allzu großen Erfolge verzeichnen konnte, hatte sie sich doch zum Turnierschreck gemausert. So errang unsere Mannschaft beim Fußballturnier 1961 in Großmaischeid den 1. Platz, im folgenden Jahr beim Turnier um den Amtspokal auf eigenem Platz den Wanderpokal des Amtes Dierdorf. Ein weiter Höhepunkt unserer jungen Mannschaft 1966 in Großmaischeid war das Turnier um den Wanderpokal des Amtes Dierdorf, bei dem unsere Mannschaft zum zweiten mal als 1. Sieger gegen ein und zwei Klassen höher spielende Mannschaften hervorging. Um dem Namen Turnierschreck alle Ehre zu machen, errang unsere Mannschaft 1967 und 1969 beim Fußballturnier in Urbach jeweils den 1. Preis, sowie im gleichen Jahr in Daufenbach den 1. Preis. 1965 wurde eine B-Jugend gegründet, die zu einer ausgereiften A-Jugend heranwuchs und unter der Betreuung von Werner Langhard ihre größten Erfolge hatte. 1968 unterlag sie der A-Jugend von Ellingen und errang somit den 2. Platz der Meisterschaftsrunde. Ferner konnte sie sich bei einem Fußball-Freundschaftsspiel gegen die A-Jugend von TUS Neuendorf behaupten. 1968 wurde mit dem TUS Dierdorf eine Spielgemeinschaft gegründet, die aber nicht den Erhofften Aufschwung brachte. Sie wurde 1971 wieder aufgelöst. Da schon immer freundschaftliche Beziehungen zwischen dem SV Raubach und dem SV Wienau bestanden, reihten sich unsere Spieler dort ein. In den folgenden Jahren wurde es etwas ruhiger um den aktiven Spielbetrieb des SV Wienau. Zwar hatten die Senioren im Jahre 1971 eine Spielgemeinschaft mit Raubach gegründet, doch wurde diese 1973 wieder aufgelöst. Vier Jahre lang (bis 1977) trat der SV Wienau nur mit seiner Turniermannschaft in Erscheinung. Mit mehr oder weniger großem Erfolg. Meist spielte man nach olympischem Motto: „Dabei sein ist alles“. Bei alledem wurde aber stark die Kameradschaft gepflegt, hierfür standen hauptsächlich die beiden Sportkameraden Eckhard Mertgen und Bernd Kroppach in Verantwortung.

Dies führte auch dazu, dass man sich 1977 wieder darauf besann ein „Sportverein“ zu sein.Ein Ruck ging durch den Verein, überall wurden sportliche Aktivitäten wach. So wurde im Jahre 1977 eine Jugendspielgemeinschaft mit Dierdorf gegründet Damit hatte der Verein allen interessierten Wienauer Jugendlichen die Möglichkeit geboten, im eigenen Verein leistungsmäßig Fußball zu spielen. Nicht zuletzt war dies der Grundstein für das Spielerpotential, das Jahre später in einer Seniorenmannschaft der Vereinsfarben vertreten wurden. Hatte man bisher im Verein nach dem Krieg fast ausschließlich Fußball gespielt, so änderte sich dies ab 1977 ebenfalls. Einige Vereinsfrauen taten sich zusammen und gründeten eine Damengymnastikgruppe. Diese Gruppe besteht noch heute und die Damen sind begeistert bei der Sache. Immer mehr entwickelte sich der SV Wienau in den folgenden Jahren zu einen echten „Sportverein“, in dessen Reihen viele Sportarten betrieben werden konnten und gefördert wurden. 1978 fanden sich ein paar nicht so ausschließlich fußballbegeisterte Vereinsmitglieder zusammen, um in leichtathletischem Training, u. a. für das Sportabzeichen, den damals neu entdeckten Breitensport zu betreiben. Übrigens war das Jahr 1978 auch noch in eine nichtsportlichen Hinsicht ein bedeutendes Jahr in der Vereinsgeschichte. 1978 wählte die Jahreshauptversammlung erstmals Frauen in den Vereinsvorstand. Im nachhinein betrachtet hat dies zu einer in allen Richtungen offeneren Vorstandsarbeit geführt. Die Jugendspielgemeinschaft wurde 1980 um die Mannschaften von Holzbachtal erweitert. In allen Jugendklassen spielte diese JSG recht erfolgreich mit. Auf einer Spielersitzung im März 1981 wurde beschlossen, mit der Seniorenmannschaft eine SG mit Dierdorf zu gründen. 16. April 1981 war es soweit, die SG Dierdorf/Wienau war gegründet. Sie spielt seit dieser Zeit mit einer 1. und 2. Mannschaft. Die Spiele der 2. Mannschaft wurden auf dem Wienauer Sportplatz ausgetragen. Die erste gemeinsame Saison 1981/1982 beendete die 1. Mannschaft in der Kreisliga B auf Platz 5. Nicht ganz so erfolgreich war die 2. Mannschaft. Sie belegte zum Abschluss der Saison in der Kreisliga D den 11. Platz. Der neu aufgenommene aktive Spielbetrieb führte auch dazu, dass man um einen ordentlichen Spielbetrieb zu gewährleisten, 1981 den Sportplatz mit neuen Alu-Toren ausrüstete. Diese Tore wurden ebenso wie das neue Geländer zur Sportplatzabgrenzung in Eigenmontage aufgestellt. 1982 wurde die darüber hinaus immer noch bestehende Turniermannschaft des SV Wienau wieder einmal ihrem Ruf als Turnierschreck gerecht und belegte bei den Spielen um den Berghaus-Pokal in Marienhausen den ersten Platz.

Seit Oktober 1982 gab es innerhalb des SV Wienau eine Damen-Volleyballmannschaft. Die Mannschaft war ab 1. Januar 1983offiziell gemeldet und hatte in diesem Jahr erstmals Leistungsmäßige Wettkämpfe durchgeführt. Den bis dahin größten Erfolg erzielten die Fußballer 1984 mit dem Aufstieg in die Kreisliga A. Dem folgte in den Jahren darauf der Aufstieg in die Bezirksliga, die man Trotz einer SG mit Maischeid Ende der 90er Jahre wieder verlassen musste und sich in der Kreisliga B wiederfand. Bis heute konnte diese Klasse trotz schweren Zeiten gehalten werden.

Wie sie unserer neu gestalteten Website entnehmen können, ist der SV Wienau aktuell besonders im Bereich Fußball vertreten. Wir hoffen, dass wir ihr Interesse wecken konnten und wünschen ihnen viel Spaß auf unserer Website!

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahrenAkzeptieren